Hearts of Iron 2 - Paradox veröffentlichte den Nachfolger zum beliebten Weltkriegsspiel im Februar 2005. Hearts of Iron II ( abgekürzt Hoi2 ) ermöglicht es die wirtschaftliche und militärische Kontrolle über ein Land zu übernehmen und es durch die Zeit des Zweiten Weltkrieges und darüber hinaus zu führen.
So kümmert man sich um den Aufbau der Industrie und die Erforschung neuer Technologien, mit denen man eine der modernsten Armeen der Welt aufbauen kann, um andere Länder zu erobern oder zu verhindern selbst erobert zu werden.
Wie im Vorgänger hat man die Möglichkeiten zu unterschiedlichen Ausgangszeiten zu starten. Die Startjahre sind 1936,1938,1939,1941 und 1944, wo man mit den Problemen der entsprechenden Zeit zu kämpfen hat.
Eine Neuerung zum Vorgänger sind die "Battleszenarios", in denen man einen bestimmten Konflikt nachspielen kann, wie zum Beispiel Rommels Afrikafeldzug.
Nachdem man das Szenario ausgewählt hat, hat man die Möglichkeit fast jede in dieser Zeit existierende Nation zu spielen. Später im Spiel ist es auch möglich viele andere Länder zusätzlich zu erschaffen, wie zum Beispiel Flandern.
Die Wirtschaft
In HoI2 besitzt jede Provinz eine Industriekapazität(IK) und eine Zahl, die die Wehrfähigen aus dieser Provinz beschreibt. Dies IK- Werte variieren von 0 bis über 20 für eine Metropole.
Außerdem gibt es 4 Rohstoffe, die in den Provinzen vorhanden sein können. Diese Rohstoffe sind Energie, Metall, Seltene Materialien und Öl.
Zusätzlich gibt es noch den Nachschub, den man mit der IK produzieren kann. Öl und Nachschub dienen der Versorgung von Heer, Luftwaffe und der Marine. Die IK ist die Grundlage der Produktion. Mit der IK kann man Einheiten bauen und reparieren und modernisieren.
Jede IK braucht Energie, Metall und Seltene Materialien um zu funktionieren. Die Wehrfähigen bestimmen wie viele Männer man hat, die man zum Ausbau und Verstärken des Heeres braucht.
Das Militär
Das Militär setzt sich aus allen in Zweiten Weltkrieg eingesetzten Einheiten und Waffen zusammen. Vom normalen Soldaten über motorisierte Verbände bis hin zum Panzer steht alles zur Verfügung, um sich zu verteidigen oder andere Länder zu erobern.
Es ist also zwangsweise wichtig mit den großen Nationen ein großes Militär zu unterhalten. Wobei man anhand seiner wirtschaftlichen und geografischen Gegebenheit überlegen sollte was man braucht. Ein Deutscher wird kaum auf Panzer verzichten können, wird aber mit Flugzeugträgern nichts anfangen können aufgrund fehlender Doktrin. Ein England wird kaum ein riesiges Infanterieheer unterhalten können aufgrund seiner geringen Wehrfähigen.
Das Heer
Das Heer ist die wichtigste Grundlage eines erfolgreichen Militärs. In Hoi2 gibt es folgende Heereseinheiten: Infanterie, Miliz, Marineinfanterie, Gebirgsjäger, Fallschirmspringer, Kavallerie, Motorisierte Infanterie, Mechanisierte Infanterie und die Panzerwaffe.
Normale Infanterie bildet eine billige Grundlage ,die so gut wie jede Aufgabe erledigen kann vom Küstenschutz über Partisanenjagen bis hin zu offenen Angriffs- und Defensivkriegen. Gebirgsjäger, Marieinfanterie und Fallschirmspringer teure Spezialtruppen, die ihren speziellen Einsatzgebiete haben.
So kämpfen z.b die Gebirgsjäger im Gebirge besser und die Marineinfanterie ist auch für den Kampf in Sümpfen und amphibische Landungen geeignet. Die Milizen sind schwach aber ziemlich billig, was sie zu einer idealen Masseneinheit macht. Interessant für Länder mit vielen Wehrfähigen.
Die Panzer und die mechanisierten Truppen sind die "Dampfwalze" des Spiels. Die Einheiten sind teuer und verbrauchen viel Öl und sind in vielen Geländearten wie Stadt und Gebirge so gut wie nutzlos aber sie haben starke Werte und im offenen Gelände eine hohe Geschwindigkeit, die ideal für das Durchbrechen der Front und zur Führung der mobilen Kriegsführung sind.
Eine Sonderrolle haben die Motorisierte Infanterie und die Kavallerie. Die Motorisierte Infanterie ist von den Werten her der normalen Infanterie unterlegen und verbraucht Öl. Sie hat aber dafür eine höhere Geschwindigkeit welche sie zum idealen Begleiter für mechanisierte und Panzerdivisionen macht. Es gibt im Kampf sogar einen Kampfbonus, wenn im Verhältnis zwischen "Harten" Einheiten (Panzer und mechanisierte Infanterie) und "weichen" Einheiten ( Infanterie, Motorisierte Infanterie, HQ ) "Weich" oder "Hart" mindestens ein Drittel stellt.
Die Kavallerie ist eine Einheit vergangener Tage die meistens in den ersten Jahren interessant sein dürfte. Sie sind teurer als eine Infanterie doch billiger als eine Panzereinheit. Sie bringt eine erhöhte Geschwindigkeit mit. Sie wird ab 1939 im Vergleich zu den restlichen Einheiten immer schwächer so daß sie meistens nur noch zur Partisanenabwehr geeignet ist. In den späteren Jahren gewinnt die Einheit jedoch an Bedeutung. Dann wird nämlich die Kavallerieeinheit ersetzt durch die ersten Helikopter Einheiten die sehr schnell sind und stärkere Werte haben.
Die Luftwaffe
Die Luftwaffe ist im Hoi2 in 8 Typen unterteilt. Die wären in folgende Kategorien einzuteilen: Jäger, Bomber und Transporter
Die Jägertypen sind zum einen der Abfangjäger und der Mehrzweckjäger. Der Abfangjäger hat eine kurze Reichweite und hat einen Bonus auf das Abfangen von Bombern. Der Mehrzweckjäger ist teurer, hat aber eine größere Reichweite. Ihm fehlt der Bonus beim Abfangen von Bombern. Dann gibt es noch die Begleitjäger die aber keine eigenständigen Geschwader stellen und nur eine Brigade der Bomber sind. Sie erhöhen die Luftverteidigung und allgemein die Angriffswerte aber sie begrenzen die Reichweite der Bomber. Begleitjäger können nicht Sturzkampfbombern zugeordnet werden.
Die Bomber
Man kann folgende Bomber bauen die alle ihre Stärken und Schwächen haben: Strategische Bomber, Marinebomber, Taktische Bomber und Sturzkampfbomber(Stuka).
Strategische Bomber: Die Strategischen Bomber dienen der Zerstörung von Provinzbauten (Industrie, Flak, Infrastruktur etc.). Sie haben eine große Reichweite und sind für Angriffe auf Militäreinheiten ungeeignet. Ihnen können Begleitjäger zugeordnet werden.
Sturzkampfbomber: Sie sind in der Lage -bei vorhandener Luftherrschaft- Truppenverbände zu eliminieren. Ihre Aufgabe ist auch die Zerrüttung der Organisation gegnerischer Armeen. Sie haben nur eine geringe Reichweite und sind nicht in der Lage Angriffe auf die Industrie und Infrastruktur einer Provinz zu fliegen.
Taktische Bomber: Sie sind die Allrounder unter den Bombern. Sie können Bodenangriffe und Infrastrukturangriffe fliegen bei mittelmäßiger Reichweite und Effektivität. Sie haben keine Schwäche und aber auch keine wirkliche herausragende Stärke. Vielseitigkeit macht sie für Konflikte in jeder Region geeignet. Sie können Begleitjäger zugeordnet bekommen.
Marinebomber: Ihre einzige Aufgabe besteht darin Feindliche Flotten zu finden und zu vernichten. Sie sind sonst eher ungeeignet für andere Angriffsziele.
Transporter: Transporter sind nötig damit Fallschirmspringer eingesetzt werden können. Mit ihnen ist es auch möglich eine Luftbrücke aufzubauen doch kostet dies bei vielen Divisionen mehr Transporter als man normalerweise hat. Sie sind sehr teuer und haben nur eine geringe Reichweite.
Die Marine
Die Marine unterteilt sich in in Großkampfschiffe, Begleitschiffe und in die Spezialeinheiten U-Boote und Transporter.
Großkampfschiffe (Flugzeugträger, Begleitträger, Schwere Kreuzer, Schlachtkreuzer und Schlachtschiffe) sind teure Schiffe, wobei Schlachtschiffe und Träger die effektivsten Schiffe sind (und auch teuersten). Sie sind in der Lage Küsten zu beschießen, so eine Landung zu erleichtern und die gegnerische Marine zu versenken.
Es gibt zwei Typen Begleitschiffe: Zerstörer und Leichte Kreuzer. Zerstörer sind billig und gut geeignet um U-Boote zu jagen und zu vernichten. Leichte Kreuzer haben bessere Werte, was den Kampf gegen andere Schiffe betrifft und eine bessere Luftabwehr. Das Verhältnis muss zwischen Großkampfschiffen und Begleitschiffen mindestens 1 zu 1(bei eher mehr Begleitschiffen) sein, sonst gibt es hohe Abzüge beim Gefecht.
Die U-Boote sind die Konvoi- Jäger in Hoi2. Sie können bei geschicktem Einsatz die gegnerische Versorgung und Rohstoffversorgung des Gegners stören. Ebenfalls können sie bei guter Platzierung die Handelseffektivität senken. Sie sollten Zertörer meiden.
Transporter stellen die Plattform dar, um Landungen durchzuführen oder Truppen schnell von einem Ort zum anderen zu transportieren.
Hearts of Iron: Doomsday
Im April 2006 veröffentlichte Paradox das Standalone Addon Doomsday welches den Spielverlauf bis ins Jahr 1953 verlängert und fügt eine neue Kampagne ein, die 1945 mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges startet. In diesem Szenario ist der kalte Krieg heiß geworden und die Sowjetunion marschiert auf Breiter Front in Europa ein während die USA die SU nuklear angreift. Zusätzlich wurden neue Einheiten, Technologien und mit dem Geheimdienst eine komplett neue Funktion in das Spiel eingefügt.
Hearts of Iron2: Armageddon
Anfang April 2007 erschien das Addon Armageddon, das ausschließlich über ein Downloadportal vertrieben wird. Im Addon sind zwei fiktive Szenarien mit acht fiktiven Staaten hinzugekommen die auf den ersten Blick alle die gleichen Startbedingungen haben.
Zusätzlich gibt es neue Optionen für das normale Spiel:
Man kann nun einstellen, ob bei der Annexion von Ländern auch deren Techteams übernommen werden.
Man kann nun einstellen, ob eroberten Gebiete ihre volle Industrieproduktion beibehalten.
Divisionen können nun schon mit angegliederten Brigaden produziert werden(wie in HoI-1).
Es gibt nun Erweiterungen wie beispielsweise verbesserte Luftabwehr oder Radar für Schiffe. Auch das Nachrüsten von älteren Schiffen ist nun ermöglicht.
Das Addon erwies sich aber in der Verkaufsversion als ziemlich fehlerbehaftet und die neuen Szenarien waren beim genaueren Betrachten auch alles andere als ausgeglichen.
Rohstoffprobleme und unterschiedliche Forscher und Grenzverläufe lassen schnell Ernüchterungen aufkommen über ein herzlos erstelltes Szenario. Die vielen neuen Funktionen funktionierten auch erst halbwegs mit dem ersten Patch